Cyber-Kriminalität – Neue Empfehlungen des BKA (Quelle: BKA)

Feb 20, 2018 (0) comment

Wirtschaftsunternehmen in Deutschland stehen im Fokus von Cyberkriminellen weltweit. Ihr Ziel ist es, Daten, Informationen und Know-How zu stehlen oder diese, beispielsweise mittels der Androhung oder Durchführung von DDoS-Attacken, digital zu erpressen. Dies trifft nicht nur auf große international tätige Konzerne zu, sondern zunehmend auch auf öffentliche Unternehmen und Institutionen. Aber auch unspezifische, breit gestreute Angriffe, wie beispielsweise durch Ransomware, stellen eine hohe Gefahr für die IT-Infrastrukturen dar.

Allerdings sind nicht nur technische Schwachstellen verantwortlich für derartige Cyberangriffe. Einen großen Verursacherkreis bilden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese agieren dabei häufig nicht in krimineller Absicht, sondern ermöglichen die Angriffe aufgrund von Fahrlässigkeit und mangelndem Problembewusstsein. Von großer Bedeutung ist daher, Sicherheitsbewusstsein sowohl in technischer als auch sozialer Hinsicht im Unternehmen zu etablieren bzw. zu stärken, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Phishing, Social Engineering und Co. zu schützen.

Der Digitalverband Bitkom führt in seiner 2017 veröffentlichten Studie „Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt“ aus, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (53 %) in den vergangenen beiden Jahren Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden sind. Hierdurch sei ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro im Jahr entstanden. Unternehmen bemerken häufig nicht, dass sie Opfer von Cybercrime geworden sind. Selbst wenn solche Straftaten festgestellt werden, gelangen diese nur in wenigen Fällen zur Anzeige und somit zur Kenntnis der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden. Laut der genannten Studie haben lediglich 31 % der betroffenen Unternehmen staatliche Stellen zur Untersuchung der Vorfälle eingeschaltet.

Um Unternehmen Tipps zum Schutz gegen Cyberangriffe zu geben und aufzuzeigen, wie diese bei Betroffenheit einer Cybercrime-Straftat vorgehen können, stellen die Zentralen Ansprechstellen Cybercrime (ZAC) der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamtes mit der Neuauflage der Broschüre „Cybercrime – Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft“ nützliche Informationen für Wirtschaftsunternehmen zur Verfügung. Die Broschüre kann kostenlos beim BKA heruntergeladen werden (https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/180126_CybercrimeHandlungsempfehlung.html)

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