Cybercrime und Cyberversicherungen

Okt 17, 2017 (0) comment

Ransomware ist im Jahr 2016 zu einer wirklichen Sicherheitsbedrohung geworden. Es hat sich herausgestellt, dass Menschen und Unternehmen bereit sind, Lösegeld zu zahlen, damit ihre Daten wiederhergestellt werden.

Erpressungsfälle liegen schon bei Krankenhäusern, Versorgungsunternehmen und anderen Infrastruktureinrichtungen vor. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Risiko auch bei kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlichen Institutionen ankommen wird.

Die richtige Reaktion ist eine noch weitergehende Erhöhung der Cybersicherheit sowie eventuell der Abschluss eines entsprechenden speziellen Versicherungsvertrages. Seit September diesen Jahres kann die Entschädigung für Lösegeldzahlungen in die Cyberversicherungsverträge integriert werden, was vorher durch die BaFin verboten war.

Aber auch der Datendiebstahl nimmt immer mehr zu. Bedenklich ist in diesem Zusammenhang, dass allein die Reaktionskosten, wie z. B. Benachrichtigungskosten bei einem großen Datendiebstahl oder Verlust, sehr erheblich sein können. Auch über diese Risiken sollte man sich in der kommunalen Welt und bei anderen öffentlichen Institutionen zukünftig vermehrt Gedanken machen. Im Jahr 2016 konnten (wie Veröffentlichungen entnehmbar ist) insgesamt weltweit ca. 2,1 Milliarden Datensätze entwendet werden. Allein im letzten Jahr, so teilt der Spezialversicherungsmakler für Cyber-Produkte Erichsen in seinem Newslettern mit, läge der Schaden durch Cyber-Attacken allein bei deutschen Unternehmen bei ca. EUR 55 Mrd. Davon fallen 17 % auf den Diebstahl von digitalen Daten, mit 41 % liegt das Interesse an Kommunikations- und Finanzdaten an der Spitze. In 17 % der Fälle ging es um Kundendaten und bei 11 % der Fälle um Informationen aus Forschung und Entwicklung. Mitarbeiterdaten wurden nur zu 10 % Ziele der Attacken.

Comment (0)