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Brände in Flüchtlingsunterkünften – schlimmer als bislang bekannt

In der Zeitschrift „schadenprisma“ wurde die Auswertung des Referat 14 des VFDB (Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes) veröffentlicht. Demnach hat es im Jahr 2015   522 Brandereignisse in oder an Flüchtlingsunterkünften im Bundesgebiet gegeben. Dies bedeutet nichts anderes, als dass es an jedem Tag des Jahres mindestens einen Brand an einer solchen Unterkunft gegeben hat. Der Großteil der Brände, nämlich 329 Brände, hatte Brandstiftung als Schadenursache.

Die zweithäufigste Ursache sind Schäden, die im Zusammenhang mit der Zubereitung von Essen entstehen. Dies sind Überlastungen der elektrischen Anlage durch Mehrfachsteckdosen, aber auch Inbrandsetzungen von Küchen beim Kochen selbst, z. B. durch entzündete Speiseöle. Auch dort werden zunehmend Auflagen seitens der Versicherer gemacht, die zukünftig solche Schäden zumindest verringern sollen.

Vor diesem Hintergrund wird die Zurückhaltung der Versicherer bei der Versicherung solcher Unterkünfte verständlich. Auch ist nachvollziehbar, dass Auflagen hinsichtlich Bewachung und technischen und organisatorischen Brandschutz gemacht werden. Viele Forderungen der Versicherer sind aber schlicht nicht realisierbar.

Kommunen und andere Gebietskörperschaften, die derartige Unterkünfte betreiben, sollten bei der Planung neuer Einrichtungen schon von vornherein auf die notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor Bränden achten. Andernfalls dürfte sich dies negativ auf die Verhandlungen mit dem Versicherer auswirken.

Es gibt einige relativ einfach umsetzbare Maßnahmen, mit denen schon ein großer Teil der Schäden vermeidbar ist.

Bei weitergehendem Interesse an diesem Thema lassen Sie uns bitte eine Nachricht zukommen oder melden Sie sich telefonisch bei uns.

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