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Der Täter im eigenen Unternehmen

Rüdiger Kirsch, der Experte für das Thema Vertrauensschadenversicherung im Hause Euler Hermes (Marktführer der Kreditversicherung in Deutschland), weist in einem Beitrag bei Frommes Versicherungsmonitor darauf hin, dass man jährlich von einem Schaden in Milliardenhöhe allein in Deutschland durch Mitarbeiterbetrug ausgeht.

Besonders anfällig sind Bereiche wie Buchhaltung, Kasse aber auch der Einkauf. In vielen Unternehmen sei noch kein konsequentes Vieraugenprinzip eingeführt, was es den Tätern teilweise leicht macht. Die Täter kämen, so Kirsch, größtenteils aus höheren Hierarchieebenen, sind überwiegend männlich und über 40 Jahre alt.

Der Schaden wird als erheblich höher eingeschätzt als der Schaden durch externe Kriminalität z.B. Cyberkriminalität.

Kommunale Institutionen versichern sich mit relativ bescheidenen Deckungssummen gegen derartige Schäden im Rahmen der kommunalen Eigenschadenversicherung. Die Eigenschadenversicherung umfasst neben den fahrlässigen Pflichtverletzung ja auch (zumindest wenn man sie entsprechend erweitert) vorsätzlich verursachte Schäden durch Vertrauenspersonen. Hier bedarf es dann eigentlich nur noch einer entsprechenden Ergänzung von einigen Elementen aus der Cyberversicherung.

Der Markt für ein solches Produkt ist allerdings aus Sicht des Verfassers im Moment noch nicht da. Nur wenige Kommunen und kommunale Unternehmen haben bislang den Wunsch verspürt, sich auch gegen Schäden durch Cyberkriminalität zu versichern.

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