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Erfolgreicher Cyberangriff auf das Berliner Kammergericht

Mittels einer Malware ist es gelungen, in das Netzwerk des Berliner Kammergerichts einzudringen, und dieses komplett lahmzulegen. Bis heute haben 500 Richter keinen Zugang zu dem EDV-Netzwerk. Dieses muss wohl, so vermuten Experten, komplett neu aufgebaut werden.

Doch nicht nur die Zerstörung des Netzwerkes ist den Angreifern gelungen, sondern es ist wohl auch gelungen, umfangreich Datenmaterial und Dateien zu stehlen. Diese, teilweise hochsensiblen, Daten können in den falschen Händen erheblichen Schaden anrichten. Vor dem Berliner Kammergericht werden beispielsweise auch Terror- und Staatsschutzverfahren verhandelt. Wenn man sich vor Augen hält, dass dort in den Akten sensible Informationen wie z. B. die Namen von Zeugen, Informanten oder Ermittlern enthalten sind, kann man sich vorstellen, welcher Schaden hier entstehen kann.

Vor diesem Hintergrund erstaunt es immer wieder, wie wenige öffentliche und staatliche Institutionen sich bislang mit dem Thema einer Cyberversicherung auseinandergesetzt haben. Natürlich ist es primär wichtiger, das eigene Netzwerk zu schützen. Im Schadenfall hilft eine Cyberversicherung aber doppelt: Sie gleicht (soweit versichert) den entstandenen Schaden aus und sorgt (mittels der enthaltenen Assistance-Deckung) auch dafür, dass dieser durch Einschaltung der notwendigen Experten möglichst gering bleibt.

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