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Fehlen von Versicherungsschutz gegen Cyberattacken als Pflichtverletzung?

Rechtsanwalt Dr. Wessel Heukamp, ein Partner der Großkanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer macht sich in Herbert Frommes Versicherungsmonitor Gedanken darüber, ob der Nichtabschluss einer Cyberversicherung bei Eintreten eines entsprechenden (versicherbaren) Schaden eventuell eine Pflichtverletzung des Vorstandes oder der Geschäftsführung darstellen könnte.

Beispiele, bei denen der Nichtabschluss von möglichem Versicherungsschutz als Pflichtverletzung bewertet worden ist, hat es ja schon gegeben, allerdings noch nicht im Bereich dieser relativ neuen Versicherungsart. Er kommt zu dem Ergebnis, dass zumindest eine Überprüfung der Notwendigkeit und ein entsprechender Abwägungs- und Entscheidungsprozess notwendig ist, um ein pflichtgemäßes Ermessen nachweisen zu können.

Wer also sein Risiko prüft, entsprechende Angebote zur Versicherung einholt und vergleicht, und danach zu dem Ergebnis gelangt, dass der Versicherungsschutz entweder nicht passend oder aber zu teuer ist, der wird gute Chancen haben, eventuellen Schadenersatzansprüchen zu entgehen.

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