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GDV klassifiziert Gebäude nach Gefährdungsklassen für Starkregenereignisse

Jahrzehntelang hat es dies nicht gegeben, nun hat es sich geändert. Der GDV hat den Versuch unternommen, sämtliche in Deutschland befindlichen Gebäude in Kategorien hinsichtlich der Gefährdung durch Starkregenereignisse einzuordnen. Vorgenommen wurde dies nach der Lage der Gebäude in Bezug auf geographische Eigenschaften. So sind in der SGK1 (geringere Gefährdung) alle Gebäude aufgenommen, die z. B. auf einer Kuppe oder am oberen Bereich eines Hanges liegen. In der SGK2 (mittlere Gefährdung) befinden sich die Gebäude, die in einer Ebene oder aber im unteren oder mittleren Bereich eines Hanges liegen. In der höchsten Kategorie SGK3 werden alle Gebäude zusammengefasst, die im Tal oder in der Nähe eines Baches liegen.

Letzteres (die Nähe zum Bach) verwundert, da es doch um das Risiko Starkregen, und eben nicht um die Gefährdung Hochwasser/Überschwemmung, geht. Letzteres wird seit Jahren schon über die s. g. ZÜRS-Kategorisierung ermittelt.

Eine Klassifizierung Deutschlands nach Gebieten, in denen es häufiger zu Unwettern kommt, wurde bislang nicht vorgenommen. Überzeugend ist diese Art der Unterscheidung also im Moment noch nicht. Die Nähe zum Gewässer wird nämlich jetzt zweimal berücksichtigt, einmal bei der Starkregengefährdungsklasse und einmal bei der Ermittlung der Überschwemmungszone.

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