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Hauptursache für Cyber-Schäden sind nicht Hackerangriffe

Nach einer Studie der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) werden die Vielzahl der Schäden im Bereich Cyberversicherung nicht durch Hackerangriffe, sondern durch Fehlverhalten eigener Mitarbeiter verursacht. Der wesentliche Schaden-Treiber seien dabei die Betriebsunterbrechungsschäden mit einem Anteil von immerhin 60 %.

AGCS hat in der Studie 1736 Cyberversicherungsschäden weltweit mit einer Gesamtschadenssumme von EUR 660 Mio. analysiert. Dabei wurden Schäden untersucht, bei denen AGCS Hauptversicherer ist, aber auch Schäden in Verträgen, in denen man nur beteiligt war. Die teuersten Schäden hingegen waren jene, bei denen die Angriffe von außen kamen.

Bei der AGCS leitet man hieraus Rückschlüsse für ein zielgerichteteres Underwriting ab. Externe Angriffe kann man hierbei nur durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen unterbinden, z. B. verhindern von Mitarbeiterfehlern durch regelmäßige Schulungen. Hierdurch lassen sich Schäden durch Phishing-Angriffe oder Fake-President-Angriffe verhindern.

Man wird aber sehen müssen, ob dies nur für diese Zielgruppe der AGCS, also internationale Konzerne gilt oder ob die Allianz im Allgemeinen ihr Zeichnungsverhalten noch mehr beschränken wird. Die derzeit von der Allianz benutzten Risiko Fragebögen sind vom Umfang her auch derzeit schon weit detaillierter als diejenigen von vielen Wettbewerbern.

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