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Hoher Bedarf an Cyberversicherungen, aber wohl nicht seitens öffentlicher Institutionen?

Der Versicherungsmakler Funk Gruppe schreibt in seiner aktuellen Kundenzeitschrift (zum wiederholten Male) von einem branchenübergreifend hohem Bedürfnis der Kunden nach Versicherungslösung für Cyberrisiken.

Im gleichen Heft wird an anderer Stelle (zum Thema der Vertrauensschadenversicherung), das, aus Sicht von Funk, ebenfalls große Thema des sogenannten „Fake President Fraud“ thematisiert. Für diejenigen, die sich mit der Materie nicht so oft beschäftigen sollten, sei dies kurz erklärt:

Ein oder mehrere Betrüger wenden sich mit einer E-Mail-Adresse eines Leitungs- oder  Vorstandsmitgliedes (die natürlich gefälscht ist) an einen Mitarbeiter, der im Idealfall auch für die Ausführung von Zahlungen zuständig ist (das könnte man auch auf Unternehmens- und Behördenleitungen im öffentlichen Bereich übertragen). Es wird, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, eine vertrauliche Zahlung in einer ganz geheimen Sache angewiesen. Oftmals ergeht die Anweisung, die üblichen Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Vier-Augen-Prinzip) auf diese direkte Anweisung der Geschäftsleitung hin, außer Acht zu lassen.

Nicht selten hat dies in der Vergangenheit funktioniert, aber das Ganze ist mittlerweile bekannt und müsste sich daher auch bei den meisten Institutionen herumgesprochen haben.

Den Bedarf der öffentlichen Hand nach solchen Versicherungslösungen, sei es im Bereiche Cyberversicherung oder auch im Bereich solcher Vertrauensschaden Versicherungen (meistens sind kleinere Schäden durch die kommunale Eigenschadenversicherung, zumindest im kommunalen Bereich, versichert) konnten wir bislang nicht feststellen. Wir beraten u. a. Krankenkassen, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Hochschulen, Verkehrsunternehmen, Kliniken und Krankenhäuser sowie die klassische öffentliche Verwaltung.

Der eine oder andere unserer Mandanten hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt, und dennoch, bislang zumindest, die Entscheidung getroffen, keinen Versicherungsschutz abzuschließen.

Eine Ausnahme bilden hier Kliniken, bei denen immer noch der Fall des Lukas Krankenhauses in Neuss im Gedächtnis verhaftet ist. Wir werden unsere Kunden auf dieses Thema hinweisen um herauszufinden, ob sich die Einstellung ändert und welche Gründe für diese momentane Zurückhaltung vorliegen.

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