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Knappere Kapazitäten und Prämienerhöhungen in der D&O-Versicherung

Die Covid-19-Pandemie hat zu einer globalen Rezession geführt. Auch die Versicherungsvertragsgestaltung ist eine weltweit zu betrachtende Angelegenheit. Die Kapazitäten der Erstversicherer haben sich in diesem Jahr deutlich reduziert. Die Versicherer sind vorsichtiger geworden, auch im Hinblick auf möglich Drohschäden in den kommenden Jahren. Die Anzahl an Unternehmensinsolvenzen in Deutschland war in den vergangenen Jahren rückläufig. Für das Jahr 2021 prognostizieren die Versicherer eine Vielzahl von Inanspruchnahmen von Unternehmensleitern.

So arbeiten einige Versicherer bereits an Ausschlussklauseln für Schäden im Zusammenhang mit COVID-19 und fordern teilweise deutliche Prämienerhöhungen. Seit dem 01.10.2020 ist die Insolvenzantragspflicht durch die Regierung nicht mehr ausgesetzt. Bei Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens muss das Management wieder einen Insolvenzantrag stellen. Somit ist vielleicht sogar noch in diesem Jahr mit steigenden Insolvenzzahlen zu rechnen.

Versicherer prüfen intern die Zusammensetzung ihrer Portfolios auf Profitabilität und auf risikoadäquate Prämien. Dies wird sich im kommenden Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit fortführen. Das Risikomanagement rückt durch die Verhärtung des Gesamtmarktes mehr in den Fokus der Risikoträger. Für Unternehmen der öffentlichen Hand fallen die Preiserhöhungen meist moderater aus als für den privatwirtschaftlichen Bereich.

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