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Leitungswasserschäden als Schadentreiber im Jahr 2020

Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer identifiziert die AGCS (Allianz Global Corporate Solutions), also der Teil des Allianz-Konzerns, der für die Großindustrie und das internationale Industriegeschäft zuständig ist, ausgerechnet Leitungswasserschäden als den Schadentreiber des Jahres 2020. Die Tendenz zum Home-Office soll hier schadenerhöhend gewirkt haben, da Betriebsgebäude weniger besetzt, teilweise sogar verwaist sind.

Uns überrascht dies insofern, als wir in der produzierenden Industrie Leitungswasserschäden niemals als eine der Hauptschadenursachen wahrgenommen haben. In der (öffentlichen und privaten) Wohnungswirtschaft ist dies sicherlich anders, auch bei Kommunen und anderen öffentlichen Versicherungsnehmern nimmt der Bereich Leitungswasserschäden eine führende Position ein.

Dies liegt aber auch an der Struktur der Objekte. Wohngebäude und Verwaltungsobjekte erleiden durch Leitungswasser regelmäßig hohe Schäden. Zudem gibt es dort häufig einen erheblichen Modernisierungsrückstau. Beides verhält sich unserer Ansicht nach bei Industrieunternehmen anders. Produktionsanlagen sind im Allgemeinen weniger anfällig für große Leitungswasserschäden.

Wir werden sehen, wie die Schadenstatistik in diesem Bereich für den öffentlichen Sektor und die Wohnungswirtschaft ausfällt.

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