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Munich Re mit Rekordgewinn

Der Rückversicherer Munich Re (früher Münchner Rück) peilt für das 2. Quartal einen Gewinn von einer EUR Mrd. an, und liegt damit erheblich über der Schätzung von Analysten.

Begründet wird dies durch eine geringe Belastung aus Großschäden und hoher Auflösung von Reserven für Basisschäden aus Altjahren. Diese Altjahre sind es aber doch gewesen, die die Erstversicherer (und damit die Kunden der Munich Re) anführen, um Prämienerhöhungen aufgrund schlechter Schadenverläufe zu begründen. Ein immer wieder ins Feld geführtes und schlecht nachprüfbares Argument ist die Verteuerung der Rückversicherungskosten.

Hebt ein Versicherer, der gerade Rekordgewinne realisiert, tatsächlich die Rückversicherungsprämien an? Oder bestätigt sich hier das Gefühl, dass dieses gerne benutzte Argument der Erstversicherer um ihrerseits Prämienerhöhungen bei den Kunden durchzusetzen, nicht immer vollumfänglich der Wahrheit entspricht?

Ferner kann man sich die Frage stellen, warum der größte Rückversicherer der Welt Rückstellungen für Drohschäden aus 2018 auflösen kann, wenn dieses Jahr doch mit Schäden durch Naturkatastrophen von über EUR 63 Mrd. eines der schadenträchtigsten Jahre überhaupt gewesen ist?

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