Deutschland ist innerhalb von Europa am stärksten durch Hochwasserschäden gefährdet
Obwohl die Bundesrepublik Deutschland zwischen 2020 und 2025 seltener vom Hochwasser betroffen war als zum Beispiel Spanien, Italien oder Frankreich waren die volkswirtschaftlichen Schäden hier erheblich höher als in diesen Ländern. Der Gesamtschaden in Europa lag bei ca. EUR 226 Mrd., so eine Studie des Kreditversicherers Allianz Trade.
Mit Hochwasserschäden in Höhe von EUR 69 Mrd. entfallen hiervon knapp 30 % allein auf Deutschland. An zweiter Stelle liegt Italien mit EUR 37 Mrd. und Spanien folgt mit EUR 22 Mrd.
Die Verfasser der Studie befassen sich auch mit in der Zukunft voraussichtlich eintretenden Schäden. So kommen Sie zu dem Schluss, dass ein Hochwasserereignis im Jahr 2027 die deutsche Wirtschaftsleistung in den drei darauffolgenden Jahren kumuliert um ca. EUR 108 Mrd. reduzieren könnte.
Der Grund liegt in der hohen Wertkonzentration in Deutschland sowie (und dies ist bedauerlich) in einer noch vergleichsweise geringen Risikovorsorge und Prävention für zukünftige Ereignisse.
Dabei spare (so die Studie) jeder in Prävention und Hochwasserschutz investierte Euro Aufwendungen in etwa vierfacher Höhe. So sind zwar nach der Flutkatastrophe im Ahrtal dort die Frühwarnsysteme ausgebaut worden, von den benötigten Regenwasserrückhaltebecken ist aber bislang noch nicht ein einziges gebaut worden.